Neue Strahlenschutzverordnung

Am 1.1.2018 tritt die totalrevidierte Strahlenschutzverordnung in Kraft. Neu beinhaltet diese eine Fortbildungspflicht für alle Personen, die Umgang mit ionisierender Strahlung haben. Die betroffenen Personen (Zahnärzte, Dentalhygienikerinnen, Prophylaxeassistentinnen und Dentalassistentinnen) müssen alle 5 Jahre Fortbildungen (4 Lektionen) absolvieren und diese nachweisen können. Die Bewilligungsinhaberin oder der Bewilligungsinhaber ist verpflichtet, die Aus- und Fortbildung des Betriebspersonals zu koordinieren und die entsprechenden Nachweise aufzubewahren. (StSV Art. 172 und 173)

Immer wieder tauchen Fragen im Zusammenhang der Fortbildungspflicht auf. Ich habe hier die wichtigsten Punkte für euch zusammengefasst:

Im Art. 3 der Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung ist folgendes festgehalten:

 

Wer Fortbildungslehrgänge anbietet, muss zwei der folgenden drei Inhalte abdecken:

a. Wiederholen von Gelerntem;

b. Aktualisierung und neue Entwicklungen;

c. gewonnene Erkenntnisse aus dem Betrieb oder aus Störfällen.

 

Er oder sie muss ausserdem gewährleisten, dass bei den in Absatz 1 aufgeführten Inhalten Beispiele aus der Praxis einbezogen werden.

Die Form der Fortbildung ist der Fortbildungsinstitution überlassen.

Bei nicht anerkennungspflichtigen Fortbildungen stellt das Fortbildungsinstitut eine Teilnahmebestätigung aus, die folgende Angaben enthält:

a. Name, Vorname und Geburtsdatum;

b. die Bezeichnung der Fortbildungsveranstaltung;

c. das Datum der Fortbildungsveranstaltung.

Die Fortbildungsveranstaltung „Strahlenschutz und Röntgentechnik“ wird im Gegensatz zu Lehrgängen nicht vom BAG zertifiziert, egal welche Institution diese anbietet. Als Lehrgänge gelten die Ausbildung zur Erlangung der Röntgenberechtigung für Dentalassistentinnen ohne Röntgenberechtigung oder die Zusatzausbildung zur Berechtigung zur Herstellung von OPT/FR. Leider wird diese Zusatzausbildung (OPT/FR) immer noch nicht angeboten

Achtung: Dentalassistentinnen dürfen keine extraoralen Aufnahmen herstellen!

Art. 6  der Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung

Voraussetzung für die Ausübung einer erlaubten Tätigkeit:

Die erlaubten Tätigkeiten dürfen nur ausgeübt werden, solange der notwendige Nachweis der Aus- und Fortbildung erbracht wird.

Die Firma dentaltraining GmbH hat am 22. November 2017 die erste Fortbildungsveranstaltung „Strahlenschutz und Röntgentechnik“ erfolgreich und mit viel Lob der Teilnehmerinnen durchgeführt. Weitere Kursdaten sind auf der Website www.dentaltraining.ch aufgeschaltet.

Der Kurs „Strahlenschutz und Röntgentechnik“ deckt die Vorgaben des BAG für das gesamte zahnärztliche Team nach Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung komplett ab!

Ich hoffe mit diesen Ausführungen etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben und wünsche weiterhin euch weiterhin viel Spass beim Herstellen von perfekten Röntgenaufnahmen.

Margot Birrer